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Geodatenmanager*in (DAS)

Als Geodatenmanager*in sind Sie verantwortlich für den Aufbau und die Verwaltung einer Geodateninfrastruktur (GDI) und erstellen aussagekräftige Karten und Planwerke aus räumlichen Basisinformationen. Durch Analyse, Interpretation und Darstellung veredeln Sie Geobasisdaten zu Geofachdaten. Entstanden ist das neue Berufsbild des Geodatenmanagers/der Geodatenmanagerin aus den aktuellen Anforderungen der EU-Richtlinie INSPIRE und den klassischen Aufgabenfeldern der Geoinformatik.

  • Hohe zeitliche Flexibilität in Ihrer Weiterbildung
  • Hohes Maß an Flexibilität für Ihr Buchungsverhalten: Sie belegen nur das, was Sie wirklich brauchen
  • Fachübergreifende und systemunabhängige Kompetenzen

Termine / Veranstaltungsort / Kosten

TerminVeranstaltungsort Kosten
12.05.2023 - 27.10.2024
Artikel-Nr.: UTB-GeoMana-DAS-202305
Tübingen & online 8.200,00 

Veranstalter und Veranstaltungsort

Veranstalter

Universität Tübingen
Geographisches Institut

Veranstaltungsort

Rümelinstr. 19-23
72070 Tübingen
und Online

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe

Im Modul "GIS 1" erhalten Einsteiger*innen aus allen Berufsgruppen die grundlegenden Fertigkeiten, um mit GI-Systemen zu arbeiten. Alle weiteren Kurse richten sich an Personen, die bereits mit Geodaten arbeiten. Z.B.:
  • Ingenieur*innen
  • Verwaltungsangestellte
  • Kartograph*innen
  • Landschafts- und Raumplaner*innen
  • Biolog*innen
  • Geolog*innen
  • Forstwirte
  • Archäolog*innen
  • Fachkräfte aus dem Geomarketing und der Energiewirtschaft
  • Jurist*innen
  • Sicherheitsbeauftragte oder Katastrophenschützer*innen.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Hochschulabschluss; beruflich erworbene Kompetenzen können als vergleichbare Kompetenz anerkannt werden.
  • Fundierte Kenntnisse aus den Modulen GIS 1 und GIS 2; sie können durch einen Kursbesuch oder fundierte berufspraktische Erfahrungen nachgewiesen werden.
  • Gute EDV Kenntnisse (Hard- und Software).
  • Gute Englischkenntnisse.
  • Eigener leistungsfähiger Rechner; dieser wird zu den Präsenzphasen mitgebracht; die Home Use Lizenz der benötigten Software ist vor der Veranstaltung installiert.

Inhalte und Lernziele

Inhalte

Während des Studiums können Sie ihr im Beruf erworbenes Wissen in Präsenzkursen an der Universität einbringen und theoretisch untermauern. In den Kursen kommen aktuelle marktübliche Software und OpenSource-Produkte zum Einsatz. AlsTeilnehmerin oder Teilnehmer erwerben Sie die Kompetenz, nachhaltig und systemunabhängig Daten nach den eigenen Bedürfnissen auszuwählen, zu verknüpfen, zu analysieren und zu präsentieren. Die zwischen den Kursen stattfindende Projektarbeit ermöglicht den Transfer in die eigene Berufspraxis. Sie erhalten die Kompetenz, fachübergreifend mit dezentralen Geodaten umzugehen und eigenständig Lösungen für Probleme zu finden.

Ablauf

Das Zertifikat Diploma of Advanced Studies Geodatenmanager*in (DAS) besteht aus drei Zertifikaten:
  1. Certificates of Advanced Studies (CAS) Geographische Informationssysteme,
  2. Fernerkundung und
  3. Geodaten.
Jedes Zertifikat besteht aus verpflichtenden Blockunterricht am Geographischen Institut, Selbststudium, fest terminierten Onlineseminaren, praktischen Übungen und einer Projektarbeit. Die 3-tägigen Präsenzveranstaltungen finden in der Regel an Wochenenden statt. Das gesamte DAS besteht aus 36 Präsenztagen. Für das DAS werden insgesamt 30 ECTS vergeben. Dies entspricht einem Zeitaufwand von insgesamt 900 Stunden. Das DAS kann in ein bis zwei Jahren absolviert werden. Der Arbeitsaufwand für die CAS-Abschlüsse reduziert sich entsprechend.

Lernziele

Welche Daten brauche ich? Woher bekomme ich sie? Wie kann ich die Daten nach Auflösung, Maßstab und Projektion technisch korrekt bearbeiten? Wie verwalte und organisiere ich meine Daten und Projekte? Falls Sie sich solche Fragen immer wieder stellen, kann Ihnen die Ausbildung zum*zur Geodatenmanager*in die Antworten bieten. Dazu erlernen Sie die Grundlagen der Geoinformatik wie Raster-, Vektordaten, Koordinatensysteme und Datenbanken. Sie lernen zunächst die wichtigsten aktuellen Softwarepakete kennen. Darauf folgend können Sie sich sowohl in kommerzielle wie Open Source Produkte vertieft einarbeiten.

Format, Abschluss, Qualitätssicherung

Lehr- / Lernformat

Blended-Learning

Abschluss

Zertifikat: Diploma of Advanced Studies (DAS)

Zeitaufwand

900 Stunden

Creditpoints (ECTS)

30

Sprache

Deutsch

Gruppengröße

bis zu 18 Teilnehmende

Aussagen zur Qualitätssicherung

Das TZWW ist seit 2015 als Träger nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert. Als Maßnahme wurde das Zertifikatsstudium Geodatenmanager*in mit seinen Abschlüssen Diploma of Advanced Studies (DAS) sowie Certificates of Advanced Studies (CAS) zertifiziert. Im Zuge der AZAV-Zertifizierung unterliegen unsere Angebote jährlich einem externen Qualitätsaudit. Die Qualitätsrichtlinien des TZWW können in unserem Qualitätshandbuch nachgelesen werden.

Termine und Fristen

Anmeldefrist

28.04.2023

Kosten

Kosten

8.200,00 € (MwSt.-befreit)
Bitte beachten Sie, dass Sie die Home Use Lizenz selbst erwerben müssen. Die Kosten für die Software sind ca. 150,- €.
Ein Probemodul kann im Vorfeld einzeln gebucht und mit dem Gesamtpreis verrechnet werden.
Die Teilnahme am Kurs kann nach dem SGB III gefördert werden.

Dozent*innen

Herr Jörg Knödler

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Schauen Sie sich die CAS-Linien der Weiterbildung an:

Was sagen die anderen?

Die Tübinger Weiterbildung war einer der großen Schlüssel für meine berufliche Zukunft. Ich habe in Erlangen Geographie studiert und promoviert. Danach war ich in immer neuen, unterschiedlichen Bereichen, zuerst an der Universität und dann an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg tätig. Schon vor meiner Elternzeit war mir klar, dass ich im Hochschulbereich keine gesicherte Zukunft haben werde. Unterstützt vom Arbeitsamt entdeckte ich die Weiterbildung des geographischen Institutes in Tübingen. Der Charme des Angebots war für mich unschlagbar. Ich hatte die Möglichkeit, Module nach meinem Bedarf auszuwählen und musste nicht, wie bei vielen anderen Einrichtungen, den kompletten Studiengang absolvieren. Ich hatte früher bereits mit GIS intensiv gearbeitet, weshalb ich direkt bei den Modulen der letzten Zertifikatslinie einsteigen konnte. Programmiersprachen und das Management von Geodatenbanken waren sozusagen mein „blinder Fleck“. Diese Weiterbildung hat damit Schluss gemacht. Sie war genau das, was mir gefehlt hat. Dank dieser Zusatzqualifikation bin ich heute Projektingenieur für GIS bei der GBI Kommunale Infrastruktur GmbH in Herzogenaurach. Wir erstellen einfache Weboberflächen mit den erforderlichen Daten für unsere Ingenieure, aber zusehends auch für kleine und mittlere Kommunen. Hier kann ich wissenschaftliches Arbeiten mit der Praxis verbinden. Und, dank teilweisem Homeoffice, kommt auch meine Familie nicht zu kurz. Ich bin genau da, wo ich immer hinwollte.
Dr. Stephan Fuchs (40) ist Projektingenieur bei der Unternehmensgruppe GBI in Herzogenaurach
Ich habe heute noch den größten Respekt vor unserer damaligen Geodaten-Dozentin. Gerade für uns Ältere war die dritte Zertifikatslinie alles andere als leicht. Statt an uns zu verzweifeln, hat sie alles versucht, bis wir es endlich kapiert hatten. Dafür bin ich ihr bis heute dankbar. Erst anhand meines Diploms zur Geodatenmanagerin habe ich mittlerweile einen Job, der meine Kenntnisse erfordert und mir Freude bereitet. Meine erste Ausbildung habe ich als Gärtnerin gemacht, danach habe ich das Abitur nachgeholt und Geographie studiert. Nach 15 Jahren Familienzeit war die Stellensuche sehr schwierig, entweder war ich überqualifiziert oder hatte zu wenig Berufserfahrung. Bis mir schließlich das Arbeitsamt in Reutlingen die Weiterbildung an der Uni Tübingen angeboten hat. Die Agentur für Arbeit hat sämtliche Kosten übernommen. Mein Geographiestudium war mir eine Hilfe, nur bei den Geodaten musste ich, wie gesagt, kämpfen. Spaß hat mir die Ausbildung aber immer bereitet. Noch während der Fortbildung habe ich, aufgrund meiner GIS Kenntnisse, beim Landratsamt Calw einen Arbeitsplatz im Bereich Geoinformation gefunden. Danach bekam ich eine Stelle beim Stadtplanungsamt in Stuttgart. Aufgrund des zeitintensiven Anfahrtsweges mit der Bahn und überfüllter Züge in Coronazeiten, schaute ich mich nach einer neuen Stelle in Heimatnähe um und wurde in Hechingen fündig. Ich bin jetzt stellvertretende Geschäftsstellenleiterin des Gemeinsamen Gutachterausschusses Hohenzollern, zu dem sich verschiedene Gemeinden zusammengeschlossen haben. Da in Baden-Württemberg die Grundsteuer neu berechnet werden soll, ist unser Team von fünf Mitarbeitern unter anderem für die Erstellung von Bodenrichtwertkarten zuständig. Ich bin für den Bereich Geoinformationssysteme verantwortlich. Es ist die perfekte Arbeit für mich, in der ich alle Fähigkeiten einbringen kann. Den Tübingern sei Dank!
Christina Schweizer (59) ist stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle der Stadt Hechingen
Ich bin studierte Diplom-Geographin und habe immer in öffentlichen Verwaltungen mit Geoinformationssystemen gearbeitet. Dennoch war mir klar, dass man sich, gerade im IT-Bereich, permanent fortbilden sollte. Die Weiterbildungen in der Geoinformatik sind im deutschsprachigen Raum sehr dünn gesät. Umso erfreuter war ich über das Angebot der Uni Tübingen. Ich habe die komplette Ausbildung zum Geodatenmanager absolviert.<br /> Mein damaliger Arbeitgeber hat die Kosten teilweise übernommen. Zugegeben, die Weiterbildung war zeitlich teilweise herausfordernd. Aber ich hatte zum einen die Rückendeckung meines Arbeitgebers und zum anderen ermöglichen die Vorgaben der Uni eine große zeitliche Flexibilität. Ich empfand meine Ausbildung zur Geodatenmanagerin als sehr, sehr gut. Besonders hilfreich waren die ganzheitliche Sicht auf das Geodatenmanagement und die aufschlussreichen Einblicke in den gesamten IT-Rahmen. Außerdem war es für mich sehr bereichernd, erneut den Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten richten zu können. Während der Weiterbildung habe ich in den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen gewechselt. Dort bin ich im Bereich Projektmanagement im Sachgebiet Geoinformatik tätig. Meine Erfahrung ist, dass es Arbeitgeber zu schätzen wissen, wenn man sich fortbildet. Und für mich selbst habe ich jetzt die Gewissheit, dass ich am Ball geblieben bin.
Genoveva Pottgiesser (39) arbeitet in der Landes­verwaltung im Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen