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Stammzellen und Regenerative Medizin

Sie interessieren sich für die Stammzellenforschung und möchten wissen, wie man Stammzellen ethisch unbedenklich gewinnen kann? In diesem Zertifikatskurs erlernen Sie allgemeine Grundlagen zu Stammzellen, Tumorstammzellen und Stammzellentherapien und erhalten Kenntnisse über die rechtlichen Grundlagen in der Stammzellenforschung. Zudem erfahren Sie etwas über das Potenzial der pharmakologischen Beeinflussung von Stammzellen durch „Small Molecule” Inhibitoren.

  • Grundlagenwissen im Bereich der Stammzellenforschung und regenerativen Medizin erwerben
  • Vertiefung des Wissens mittels einer Seminararbeit
  • Erlernen von stammzellbezogenen Techniken in einem Laborpraktikum

Termine / Veranstaltungsort / Kosten

TerminVeranstaltungsort Kosten
01.10.2021-31.03.2022
Artikel-Nr.: UUL_BioPharm_SurM_202110
Ulm & online 1.590,00 

Veranstalter und Veranstaltungsort

Veranstalter

School of Advanced Professional Studies Universität Ulm

Veranstaltungsort

Universität Ulm

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe

Der Zertifikatskurs „Stammzellen und regenerative Medizin” richtet sich an Bachelor-, Diplom- oder StaatsexamensabsolventInnen mit Grundkenntnissen in der Biotechnologie oder Medizintechnik, die Ihr Wissen in den Bereichen Biotechnologie, Biopharmazie, Arzneimittelentwicklung und Medizintechnik vertiefen möchten und Ihr weiterentwickeltes Wissen in das Berufsleben überführen möchten.

Teilnahmevoraussetzungen

Voraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss z. B. Bachelor, Diplom, Staatsexamen etc. im Bereich der Biotechnologie oder der Medizintechnik oder eines Studiengangs mit wesentlich gleichen Inhalten (wie z.B. Biologie, Biochemie, Biotechnologie, Biosystemtechnik, Biomedizin, Pharmazie). Inhaltliche Vorraussetzungen sind fundierte Kenntnisse in Molekularbiologie, Zellbiologie und Signaltransduktion.

Inhalte und Lernziele

Inhalte

Vorlesung

  • Eigenschaften von Stammzellen
  • Stammzellnischen und Stammzellkultur
  • Leberstammzellen und Tumorstammzellen
  • Molekulare Mechanismen der Stammzellalterung
  • Signaltransduktion und Stammzellen
  • „Small molecule“ Inhibitoren (HDAC- und Kinaseinhibitoren)
  • Stammzelltherapie

Seminarwochenende

  • Erstellen einer schriftlichen Seminararbeit über ein Stammzell-relevantes Thema
  • Powerpointpräsentation der Seminararbeit (während der Wochenendexkursion)

Praktikum (ganztägig 1 Woche)

  • Isolierung und Charakterisierung von hämatopoetischen Stammzellen
  • Analyse von Signaltransduktionswegen
  • Bestimmung der Expression und Aktivität verschiedener Kinasen
  • Charakterisierung von potentiellen Kinaseinhibitoren (IC50 Bestimmungen)
  • Nachweis der Expression von Tumorsuppressoren und Stammzellmarkern (Western-Blot-Analysen, Immunfluoreszenzanalysen, Immunhistochemie, quantitative Realtime PCR)
  • Aufreinigung von rekombinanten Proteinen

Ablauf

Der Inhalt wird in Skript und teilweise Skript-begleitenden Vorlesungseinheiten vermittelt, woraufhin die Teilnehmenden nach Beendigung des Zertifikatskurses in der Lage sein sollen, die gesetzlichen Regelungen für Stammzellforschung zu kennen, die Physiologie von Stammzellen zu verstehen, Kenntnisse über Signalnetzwerke und Zellzyklusregulation in Stammzellen zu besitzen und Stammzelltherapiekonzepte zu kennen. Darüber hinaus wird während einer selbstständig durchgeführten Seminararbeit das Wissen in einem ausgewählten Thema aus dem Gebiet der Stammzellforschung und Regeneration vertieft, welches während einer Wochenendexkursion den Mitteilnehmenden präsentiert wird. Im Rahmen eines einwöchigen Laborpraktikums sollen Stammzellbezogene Techniken erlernt werden, welche tierexperimentelle Arbeiten, zellbiologische, proteinchemische, molekularbiologische sowie immunhistochemische Techniken umfassen.

Lernziele

Fachkompetenz: Die Teilnehmenden:

  • kennen und verstehen die gesetzlichen Regelungen für Stammzellforschung
  • verstehen die Physiologie von Stammzellen
  • verstehen Signalnetzwerke und können Zellzyklusregulation in Stammzellen analysieren
  • verstehen Stammzelltherapiekonzepte und können diese anwenden

Methodenkompetenz: Die Teilnehmenden können folgende Techniken anwenden und beurteilen:

  • Tierexperimentelle Arbeiten: Isolierung und Charakterisierung hämatopoetischer Stammzellen aus der Maus mit Hilfe chromatographischer Techniken
  • Proteinchemische Techniken: (SDS-PAGE, Western BLot, Kinaseassays, Enzymkinetik, IC50 Bestimmungen von Kinaseinhibitoren, Aufreinigung GST-Fusionsproteinen)
  • Zellbiologische Techniken: Zellviabilitätsbestimmungen (MTT Assays), Differenzierung von Stammzellen, Iummunfluoreszenzanalysen
  • Molekularbiologische Techniken: RNA Isolierung, cDNA Synthese, PCR, qRT-PCR
  • Immunhistologische Techniken: HE- und IHC-Färbungen

Format, Abschluss, Qualitätssicherung

Lehr- / Lernformat

Blended-Learning

Abschluss

Bei erfolgreichem Abschluss des Zertifikatskurses erhalten Sie ein Zertifikat sowie ein Supplement, das die Inhalte des Zertifikatskurses als Übersicht auflistet.

Zeitaufwand

Der Zertifikatskurs erfordert einen Bearbeitungsaufwand von insgesamt 180 Stunden.

Creditpoints (ECTS)

6

Sprache

Deutsch / English

Termine und Fristen

Kurstermine

Die Termine für das Wochenendseminar und für das einwöchige Laborpraktikum sowie die Prüfungstermine werden noch bekannt gegeben.

Anmeldefrist

15.08.2021

DozentInnen

  • Prof. Dr. Uwe Knippschild, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsklinikum Ulm
  • Dr. Joachim Bischof, Allgemein- und Viszeralchirugie, Universitätsklinikum Ulm
  • Dr. Pengfei Xu, Allgemein- und Viszeralchirugie, Universitätsklinikum Ulm
  • PD Dr. Markus Hönicka, Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Ulm
  • PD Dr. Timo Burster, Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Ulm
  • PD Dr. Cagatay Gunes, Urologische Universitätsklinik, Universtitätsklinikum Ulm

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