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Wissenschaftlich bewiesen? – Statistik in der Medizin

10.04.2024, 14:00 - 15:00 Uhr, Online

Dr. Marietta Kirchner, Institut für Medizinische Biometrie, Heidelberg

„Die Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen“. So verspricht es die Werbung. Was steckt hinter dieser Behauptung? Früher beruhte medizinisches Wissen oft auf Meinungen einzelner Ärzte. Grundlage waren dabei theoretische Annahmen über Wirkungsmechanismen, die in Einzelfällen beobachtet wurden. So wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts Menschen zur Ader gelassen, weil man glaubte, die Krankheit werde mit dem Blut aus dem Körper gespült. Heute muss die Wirksamkeit einer neuen Therapie, bevor diese für den Gebrauch zugelassen wird, an einer größeren Gruppe von Patienten in einer klinischen Studie getestet werden, um die Wirkung des Medikaments von zufälligen Effekten abzugrenzen. Um die heutigen hohen Standards an klinische Studien zu erfüllen, werden neben gutem fachlichem Wissen vor allem Kenntnisse der Statistik benötigt. Aufgabe des Biometrikers ist es, das Studiendesign, die Auswertungsstrategie und die benötigte Patientenanzahl so zu planen, dass die Studienergebnisse sowohl wissenschaftlich valide und aussagekräftig als auch auf die Allgemeinheit der Patienten übertragbar sind. Diese zentralen Punkte zeigen wir in dem Vortrag anhand einer Beispielstudie auf und gehen damit der Behauptung „Wissenschaftlich bewiesen“ auf den Grund.

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Dieser Vortrag ist Teil der Dialogwoche: „Innovation, Transfer und Forschung in Gesundheit und Medizinbranche – Neue Perspektiven im Dialog“. Das vollständige Programm mit weiteren spannenden Vorträgen finden Sie auf der Veranstaltungsseite.